Autofrei, urban und zugleich eingebettet in die Natur: Im Stadtquartier Wildgarten im 12. Bezirk ist ein Stück Wien entstanden, das zeigt, wie das Wohnen von morgen schon heute gelebt wird. Besonders eindrucksvoll: Zwei Achtgeschosser in monolithischer Ziegelbauweise, die neue Standards im mehrgeschossigen Wohnbau setzen.
Auf rund 107.000 m² Fläche ist mit dem Wildgarten ein Wohnquartier gewachsen, das bewusst andere Akzente setzt: kurze Wege, grüne Freiräume, vielfältige Gebäudetypen – und ein klares Bekenntnis zur autofreien Organisation. Vom Wohnen im Zweifamilienhaus bis hin zum mehrgeschossigen Wohngebäude ist hier vieles möglich. Auf 22 Bauplätzen sind hier in mehreren Phasen etwa 1.100 Wohneinheiten für rund 2.300 Menschen entstanden – darunter auch 14 Häuser in monolithischer Ziegelmassivbauweise. Die Gebäude umfassen zwei bis acht Geschosse und beherbergen insgesamt 157 Wohnungen. Als Generalplaner:innen waren die Architekt:innen von schneider+schumacher tätig – ihr Gestaltungsansatz setzt auf Klarheit, Robustheit und eine bewusst hochwertige und nachhaltige Materialität.
Präzision bis ins Detail
Massive Baukörper aus wienerberger Ziegeln treten in ein spannendes Wechselspiel mit filigranen Elementen wie Balkonen und Sonnenschutz. Das Ergebnis: eindrucksvolle Licht-Schatten-Spiele und Fassaden, die durch Materialität und ruhige Eleganz überzeugen. Im Zentrum steht der Ziegel als Baustoff, der Gestaltung und Performance verbindet. Rund 205.000 Ziegel aus dem Hause wienerberger kamen zum Einsatz – wobei der Porotherm 50 W.i Plan, ein mit Mineralwolle verfüllter Planziegel, die Hauptrolle spielte.
„Dank seiner Materialstruktur kann ein Ziegel Wärme speichern und auch wieder abgeben. Er ist nicht nur energieeffizient, sondern auch langlebig und wertbeständig sowie aufgrund des Tonabbaus und der Produktion in Österreich ein sehr regionales Produkt. All diese Aspekte sind mit ein Grund, wieso wir diesen Baustoff immer gerne verwenden. Beim Projekt Wildgarten war für uns wesentlich, die Ziegel schon in der Planung mit größter Sorgfalt zu behandeln“, erklärt Architekt Eckehart Loidolt.